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Gefährliche Billigproduktionen von Stofftieren

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billige Produktion

Obwohl die Technik auch im Kinderzimmer Einzug gehalten hat, sind Stofftiere ein beliebtes Spielzeug, dass Kinder nicht missen möchten. Die plüschigen Gesellen werden gedrückt und als Schlafbegleiter mit ins Bett genommen. Dieser enge Kontakt zum Lieblingstierchen kann jedoch gefährlich sein, wenn es aus einer Billigproduktion stammt.

Wo werden Stofftiere in Billigproduktion hergestellt?

Preiswertes Spielzeug wird vor allem in China und Hongkong produziert, wobei bereits 93 Prozent der in Europa angebotenen Waren aus diesen Ländern stammen, die weder auf Kinderarbeit verzichten noch gesundheitliche Aspekte berücksichtigen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass bei der Billigproduktion viele Schadstoffe genutzt werden, die in Europa schon seit langer Zeit verboten sind.

Welche gefährlichen Stoffe enthalten Billigprodukte?

Die Ergebnisse von Schadstoffanalysen bei Stofftieren aus der Billigproduktion sind alarmierend. Obwohl jedes Kuscheltier, das in Europa zum Kauf angeboten werden soll, den Vorgaben der Europäischen Sicherheitsrichtlinien entsprechen muss, fanden renommierte Untersuchungslabore gefährliche Substanzen, die die Gesundheit von Kindern und deren Eltern gefährden können. Dazu gehört der in der Billigproduktion meist verwendete kostengünstige Weichmacher DEHP, ein Phthalat, der in Verdacht steht, ein Hormonhemmer zu sein und damit die Fortpflanzungsfähigkeit verhindert. Dieser Stoff, der seit 2007 durch das Europaparlament verboten ist, wird nicht nur oral von Babys aufgenommen, wenn sie das Spielzeug in den Mund nehmen, sondern kann auch durch Anfassen über die Haut in den Körper gelangen. Um Stofftiere einzufärben, wird in der Billigproduktion das Amin p-Aminoazobenzol, ein zu den aromatischen Aminen gezählter Farbstoff verwendet. Wissenschaftliche Studien beweisen jedoch, dass er krebserregend ist und negativen Einfluss auf das Erbgut des Menschen hat. Obwohl es nach der Bedarfsgegenstände-Verordnung verboten ist, diesen Stoff in Konzentrationen von über 30 Milligramm pro Kilogramm zu verwenden, werden diese Werte bei der Billigproduktion von Stofftieren nicht eingehalten. Neben diesen beiden Stoffen konnten auch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, auch PAK genannt, in den Spielzeugen analysiert werden, die als karzinogen und mutagen gelten. Leider sind gefährliche Substanzen meist weder sichtbar noch am Geruch zu erkennen, sodass die Gefahr für Kinder nicht wahrgenommen wird.