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Hausstaubmilben in Stofftieren

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Teddy

Omas Teddy an den Enkel vererben? Hier ist Vorsicht angebracht, denn alte Stofftiere sind häufig von Hausstaubmilben befallen, die unangenehme Allergien auslösen können.

Die Hausstaubmilbe ist ein mit bloßem Auge nicht erkennbares, winziges Spinnentierchen von höchstens 0,5 mm Größe. Sie ist fast ausschließlich in von Menschen bewohnten Innenräumen anzutreffen, da die Milbe hier die für ihr Gedeihen ideale Umgebung vorfindet. Ihre Ernährung besteht aus menschlichen Hautschuppen, was zu der wissenschaftlichen Bezeichnung der Milben als “Dermatophagoides” – von griechisch „derma“ = Haut und „phagein“ = essen, fressen – geführt hat. Dunkelheit, eine Luftfeuchtigkeit ab 70 % und Temperaturen ab 20-25 °C sind für die Spinnentierchen beste Voraussetzungen zur ungestörten Vermehrung. Ein perfektes Biotop für die Milbe ist das Bett samt Kopfkissen, Decke und Stofftier. Das Auftreten von Milben ist ein natürlicher Vorgang und hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun.

Die Milbe bzw. ihr eiweißhaltiger Kot gilt als Verursacher der Haustauballergie, eine der häufigsten Allergien überhaupt. Die Beschwerden reichen bis hin zum chronischen Asthma. Zur Vermeidung allergischer Symptome oder zur Vorbeugung gegen eine Allergie können Matratze, Bettdecke und Kopfkissen mit milbendichten Encasings überzogen werden. Bei Stofftieren ist das natürlich nicht möglich. Abhilfe schaffen kann hier eine Kältebehandlung im Gefrierschrank. Zwar können Milben relativ niedrige Temperaturen für eine Weile überleben, wenn ihre Körpertemperatur jedoch für längere Zeit deutlich unter den Gefrierpunkt sinkt, sterben die Tiere ab. Als effektiv gilt die Einlagerung eines von Milben besiedelten Gegenstandes im Gefrierschrank für mindestens 24, besser jedoch 48 Stunden. Die extrem niedrige Luftfeuchtigkeit im Tiefkühlbereich, der während der Einlagerung nicht geöffnet werden sollte, wirkt ebenfalls tödlich auf die Spinnentiere.

Nach der Tiefkühl-Kur sind zwar die Hausstaubmilben abgetötet und können keinen allergenisierenden Kot mehr ausscheiden, der alte Kot muss jedoch noch entfernt werden. Dies geschieht am besten durch Waschen oder, sofern das nicht durchführbar ist, durch möglichst kräftiges Ausbürsten. Dann kann der Teddy gefahrlos im Kinderbett übernachten.